Die Insel Ponza

 „Eine kleine Insel zwischen Rom und Neapel – dolce vita zwischen Sonne, Strand und Meer“

Im tyrrhenischen Meer keine anderthalb Stunden von Anzio entfernt liegen die Pontinischen Inseln mit einer Gesamtfläche von 11,39 km² und etwas mehr als 4000 Einwohner.

Insgesamt sind es sechs, zum Teil unbewohnte, Inseln: Ponza, Palmarola, Zannone, Ventotene, Santo Stefano und die kleinen Inseln Gavi und La Botte. Die größte Insel ist Ponza, die die Form einer Sichel hat und nur unschwer erkennen lässt, dass es sich hier um ein Stück ehemaligen Kraterrand handelt. ste

Schon Kaiser Tiberius wusste die schönen Buchten und das glasklare Wasser der Isola di Ponza zu schätzen und floh immer wieder mit seinem Hofstaat von Capri nach Ponza.
(Bild © Rorouge – Fotolia.com)

Im Lauf der Jahrhunderte waren die Pontinischen Inseln in die Hände der Griechen, der Römer, der Familie Farnese, der Bourbonen und der Engländer gefallen, aber auch den Übergriffen durch Sarazenen und Piraten waren sie ausgesetzt. Ebenso waren sie Verbannungsort. So soll auf Ponza der Papst Silverius im Jahr 537 in der Verbannung verstorben und begraben worden sein. Er ist heute der Schutzpatron der Insel.

Bereits wenn man den Hafen der Insel erreicht, der eingebettet in einer kleinen Bucht liegt, und die dicht gedrängten pastellfarbenen Häuschen auf den steilen Hängen erblickt, ist man überwältigt.

Der Hafen. Typisch für die Insel Ponza sind die
pastellfarbenen Häuser
(© claudiozacc – Fotolia.com)

3300 Menschen leben auf der Hauptinsel Ponza vor allem vom Tourismus und von der Fischerei. Das Wasser ist überall kristallklar. Kein Wunder, dass die Gewässer um Ponza als echtes Tauchparadies gelten.

Kleine Hotels laden zum Übernachten ein, Osterien und Trattorien kredenzen Fisch in allen Variationen und die Cozze (Miesmuscheln) dort sind vorzüglich. (allerdings werden die Cozze vom Festland geliefert, da sie nur in trübem Wasser wachsen, und Ponza ist nun einmal die Insel mit dem kristallklaren Meereswasser.)

Mit einer Inselrundfahrt kann man die unzähligen Buchten und Grotten am besten entdecken. Oder man bewundert die Schönheit der Insel, die schmal, lang und halbmondförmig erscheint, vom höchsten Gipfel aus, dem Monte La Guardia (279 m).

Chiaia di Luna. Dieser der Mondgöttin geweihte Hafen
ist jetzt der beliebteste Strand der Insel.
(© Galina Mikhalishina – Fotolia.com)

Obwohl die Insel keine 8 Kilometer lang ist, gibt es viele Orte zu erkunden. Der Strand Chiaia di Luna ist sicherlich der bekannteste. Um den Stand zu erreichen, muss man einen noch von den Römern gegrabenen 168 Meter langen Tunnel durchqueren.

Es gibt aber auch  Badebuchten, die nur vom Meer aus erreichbar sind.

Was spricht dagegen, sich ein kleines Boot zu mieten?

Nach einer kurzen Einweisung können Sie entspannt um die Insel schippern, sich an einsamen Buchten sonnen oder in den seichten Natursteinbecken (piscine naturali), die in den Lavastein gewaschen wurden, schnorcheln.

Auch sollte man sich die Insel Zannone nicht entgehen lassen. Sie gehört zum Nationalpark von Circeo und ist somit ein unberührtes Eiland.

Die nur zwei Kilometer lange und ein Kilometer breite Insel Ventotene hat etwas mehr als 700 Einwohner und ist berühmt wegen der dort angebauten Linsen, die oft für die typischen Gerichte der Insel verwendet werden. Nicht umsonst nennt man die Linsen von Ventotene „L’oro di Ventotene“.

Ich habe dort eine unbeschreiblich gute Sommersuppe gegessen, deren Rezept ich euch nicht vorenthalten möchte.

Hier geht’s zum Rezept

Ponza erreicht man von Anzio, San Felice Circeo, Terracina und Formia aus. Hier verkehren Fähren und Tragflügelboote (aliscafi).

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